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Geschichte

Ein Streifzug durch die Vergangenheit von Spielberg
Das Gebiet der heutigen Stadtgemeinde Spielberg setzt sich aus mehreren historisch gewachsenen Gegenden zusammen, von denen die heutigen Ortsteile Ingering und Lind eine herausragende Stellung einnehmen. Ihre erste urkundliche Erwähnung fällt bereits in die Jahre zwischen 860 und 890.
Sie gehören damit zu den ältesten Siedlungsgebieten der Obersteiermark.
Wie in vielen anderen Gegenden lassen sich auch im Raume Spielberg Besiedlungsformen weit vor dem Beginn der römischen Herrschaft nachweisen. Die Geschichte erzählt, dass Illyrer und Kelten sich im ersten vorchristlichen Jahrtausend hier niedergelassen und angesiedelt hatten und damit zum Königreich Noricum gehörten, dessen Haupterwerbsquelle die Viehzucht bildete.
Die Urbewohner des Murbodens, in dessen Zentrum Spielberg liegt, dürften über Kärnten entlang des Lavanttales über Obdach in das spätere bayrische "Eichfeld" gelangt sein.
Ein anderer Zustrom erfolgte sicherlich von Osten über das Gaberl und das Salzsstiegl. Funde aus der Römerzeit dokumentieren das Vorhandensein einer provenzialrömischen Kunst, wie das Beispiel eines Reliefs am Wirtschaftsgebäude der Pfarre Lind beweist.
Der dort abgebildete Mars Latobius ist ohne Zweifel in einem direkten Zusammenhang mit dem weltberühmten Jüngling vom Magdalensberg (Kärnten) zu sehen.

Kirche
In Verbindung mit der späteren slawischen und bayrischen Besiedlung ist bis zum heutigen Tage die Frage nach der "Urkirche" der Obersteiermark weitgehend unbeantwortet geblieben.
Unter der Bezeichnung "Ad Undrima" wird der Standort jener Kirche verstanden, von der aus die weitere Christianisierung erfolgte. Neben Lind scheinen auch Pöls und Fohnsdorf sowie die Friedhofskirche in Knittelfeld als mögliche Standorte auf.

zur Geschichte von Brioni (Autor Heinz Waldhuber)


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